Neue Domain

8. Mai 2010 16:53 von Twiddle

So, habe gerade die Domain für meinen Blog geändert, damit das ganze besser ins “Konzept” passt.

Ab sofort ist mein Blog unter http://thoughts.twiddle.be zu erreichen.

 

Die alten URLs funktionieren aber weiterhin.

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Gamer in Windeln

3. Dezember 2009 09:18 von Twiddle

Im Wochenanzeiger München gibt es einen “interessanten” Artikel zum Thema Computerspiele bzw Computerspielsucht.

 

Unter dem Titel “Heroin aus der Steckdose”* warnt Christoph Hirte, der die Seite www.rollenspielsucht.de betreibt, vor den Folgen der Computerspielsucht.

Er behauptet, dass “viele Computerspieler” sich bspw. einen leeren Eimer unter den Schreibtisch stellen oder sich eine Windel anziehen, um bei wichtigen “Episoden” nicht auf die Toilette gehen zu müssen. Oder, dass “wenn Mütter versuchen ihren Kindern diese Droge zu entziehen”, es häufig zu Extremsituationen kommt – inklusive Gewaltanwendung.

 

Mit Zahlen werden diese Behauptungen selbstverständlich nicht belegt. Es wird einfach mal wieder verallgemeinert und die Spielergemeinde über einen Kamm geschert und auf’s Übelste diffamiert.

 

Und es wäre natürlich kein richtiger Hetzartikel gegen die Spielergemeinde, wenn Christian Pfeiffer nicht nochmal seine Zahlen aus seiner umstrittenen Studie zum Thema Computerspielsucht propagieren dürfte.

Verharmlosen Gamer das Problem?

Nun, meiner Meinung nach, sollte man das Thema Computerspielsucht durchaus ernst nehmen. Genau wie jede andere Sucht – die bei jedem übermäßigen Konsum entstehen kann.

Auch denke ich, dass Computerspieler das Thema nicht verharmlosen. Dank Medien und Politik, fühlt man sich als Spieler aber nicht ernstgenommen und blockt daher vielleicht eher ab. Man kann ja sowieso mit keiner differenzierten Diskussion rechnen.

 

In meiner ca. 18-jährigen Spielerlaufbahn jedenfalls ist es mir noch nicht passiert, dass sich Freunde von mir (on- sowie offline) Windeln angezogen haben.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es sowas gibt. Das sind dann aber sicher extreme Einzelfälle.

Und sicher nicht “viele”, wie Herr Hirte behauptet.

Unverantwortlich

Die Herausgeber des Wochenanzeigers sollten sich nochmal Gedanken über diesen Artikel machen und eine Entschuldigung drucken.

Mit so einem Propaganda-Artikel erreicht man nichts, außer einer noch stärkeren Ausgrenzung von Computerspielern. Auf der einen Seite wird der Dialog und die ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema gefordert, während man auf der anderen Seite Unwahrheiten verbreitet, verallgemeinert und die Spielergemeinde beleidigt.

 

So wird das nichts.

 

 

* Gefunden bei Chip Online

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Mehr Aufmerksamkeit bei Überweisungen

27. September 2009 16:31 von Twiddle

Laut Spiegel Online ändern sich zum 31. Oktober einige wichtige Regeln bei den Banken.

 

Zum Einen gelten Überweisungen ab dem Zugang bei der Bank als “unwiderruflich wirksam”. Bisher war es für gewöhnlich möglich, einen Fehler im Nachhinein noch zu korrigieren, wenn der Auftrag noch nicht ausgeführt wurde. Diese neue Regelung betrifft ganz besonders Online-Banking-Kunden.

 

Die zweite neue Regelung besagt, dass nur noch Kontonummer und Bankleitzahl bei Überweisungen abgeglichen werden müssen. Der Name des Empfänger muss nicht mehr geprüft werden. Damit können Zahlendreher einen schnell teuer zu stehen kommen.

 

Also Aufpassen, wenn Ihr Überweisungen tätigt. Lieber einmal mehr kontrollieren.

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Killerspiele sollen geächtet werden

21. September 2009 13:05 von Twiddle

Ich habe bereits darauf gewartet, dass nach dem schrecklichen Amok-Lauf in Ansbach, die “Killerspiele” wieder Gegenstand von Spekulationen werden.

 

Wie der “Schwarzwälder Bote” berichtet, will das Schramberger Gymnasium zur “Killerspielfreien Schule” werden.

Bernhard Denning, Schulleiter des Gymnasiums, sieht “Killerspiele” zwar nicht als Auslöser für solche Taten, unterstellt ihnen aber, dass sie einen “wesentlichen Beitrag dazu leisten”.

 

Daher wurde im Kollegium eine Arbeitsgruppe gegründet, die erarbeiten sollte, wie an der Schule ein “Verzicht auf Killerspiele als Projekt möglich gemacht werden könne”.

Dabei geht es laut Herrn Denning nicht um Verbote, sondern viel mehr um die “Ächtung” von “Killerspielen”.

Das ist keine Lösung

Der Gedanke in allen Ehren und mein Beileid für die Opfer und deren Angehörigen, aber das ist der falsche Weg.

Nicht weil es streitbare Studien über die Wirkung von “Killerspielen” gibt, sondern weil hier ein Klima geschaffen wird, das Spieler von solchen Spielen weiter ausgrenzt und ins gesellschaftliche Abseits drängt.

Die Spiele stehen bereits jetzt in keinem guten Ruf. Und nun soll das Ganze noch durch die Schulleitung und den Elternbeirat unterstützt werden?

Da kippt man Öl ins Feuer.

Meiner Meinung nach werden Spieler nicht gewalttätig, weil sie solche Spiele spielen, sondern gewaltbereite Menschen tendieren nunmal zu solchen Spielen. (was nicht nicht automatisch heißt, dass jeder, der solche Spiele spielt, zur Gewalt neigt)

Handelt es sich dann noch um Jugendliche, die sowieso schon Probleme der unterschiedlichsten Form haben, die gemobbt und ausgeschlossen werden, werden diese nur unnötig weiterem Druck ausgesetzt, indem man die Spiele ächtet – und damit auch sie.

 

Soll das die Lösung sein?

 

Update 18:09

Wie u.a. Spiegel Online berichtet, wurden bei dem Täter keine “Killerspiele”, Horror-Filme oder Gewaltvideos gefunden.

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