Nach langer Zeit endlich mal wieder einen Blog-Artikel.
Zuerst mal: Frohes Neues ;)
In der EU sind ja seit diesem Jahr einige konventionelle Glühbirnen verboten.
Stattdessen sollen sich die Verbraucher Energiesparlampen kaufen.
Vor einer Weile war es schonmal kurz in der Presse, dass in den Energiesparlampen Quecksilber zum Einsatz kommt, welches beim Freisetzen zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
Gerade bin ich über Fefe auf einen interessanten Artikel bei BR-online gestoßen, wo nochmal genauer nachgefragt wurde.
Besonders gefährlich wird es, wenn eine heiße Birne zu Bruch geht, da das Quecksilber dann gasförmig ist und sich in der Raumluft verteilt – die Belastung liegt dann deutlich über den von der WHO festgelegten Grenzwerten.
Andreas Beier, von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt, wie man eine zerbrochene Energiesparbirne korrekt entsorgt (Die Anleitung stammt vom Umweltbundesamt!):
“Suchen sie sich ein Glas mit Schraubverschluss und sammeln die großen Stücke ein. Nehmen sie ein Stück Pappe und kehren sie die restlichen Scherben zusammen. Jetzt nehmen sie zu Hilfe ein Blatt Papier, kehren mit der Pappe die Scherben auf dieses Papier und schütten vorsichtig die Scherben ins Glas. Dann könne sie am besten einen feuchten Lappen nehmen und damit versuchen, die kleinen Scherbensplitter zu entfernen. Tun sie auch den feuchten Lappen mit in das Glas. Die Handschuhe müssen sie mit entsorgen. Und zur Sicherheit können sie einen Aufkleber anbringen: Achtung kann Quecksilberreste enthalten.”
Das ist doch schön.
BR-online ergänzt noch:
“Den kontaminierten Teppich dann am besten ausschneiden und entsorgen - auf keinen Fall aber saugen.”
Hammer.
Und Prof. Gustav Drasch warnt: Auf keinen Fall die Scherben und das Quecksilber aufsaugen, da es im Staubsauger zerstäubt wird und durch den Beutel hindurch in die Atemluft gelangt.
Als wenn die sonstigen Nachteile der Energiesparlampen nicht ausreichen würden:
- So ist das Licht wesentlich unnatürlicher, was auf die Psyche schlagen kann, da wichtige Bereiche im Lichtspektrum fehlen.
- Ausserdem geben Energiesparlampen bei einer äquivalenten Watt-Leistung weniger Licht ab wie normale Glühbirnen (was das Sparprinzip ad absurdum führt)
- Sie halten für gewöhnlich nicht länger – sondern tatsächlich kürzer – wie normale Glühbirnen. Insbesondere, wenn sie sie häufig ein- und ausgeschaltet werden.
- Und sie sind wesentlich teurer. Da die angegebene Lebensdauer aber für gewöhnlich nicht stimmt, amortisieren sich die Kosten auch nicht.
- Sie verursachen Elektro-Smog (In einem TV-Bericht wurde erwähnt, dass dieser zum Teil sogar die Grenzwerte von Röhren-Monitoren überschreitet. Leider finde ich gerade keinen Link, der das belegen kann)
Ein interessanter Artikel, aus dem Jahr 2008 legt diese Nachteile nochmal ausführlich dar:
Öko-Test: Energiesparlampen – Keine Leuchten
Bleibt zu hoffen, dass sich die Hersteller noch um Besserung bemühen, oder LED-Lampen schneller Fortschritte machen und bezahlbar werden.