Herr Ziercke beweist IT-Wissen

30. Januar 2010 19:28 von Twiddle

Herr Ziercke meint, Websperren schrecken ab.

 

Genau. Ein kleines Stopp-Schild, das man durch eine einfache Änderung seiner DNS-Server eh nie zu Gesicht bekommt, wirkt abschreckender, wie die bereits bestehenden Geld- und Haftstrafen.

 

Aber nunja, das ist ja altbekannt.

 

Herr Ziercke hat aber offenbar einen IT-Kurs belegt, und weiß jetzt, wovon er redet.

“Das alleinige Löschen einer IP-Adresse führt damit nicht zum Verschwinden der schrecklichen Bilder aus dem Internet.”

 

Öhm, ja. Muss man dazu noch was sagen?

 

 

Für die Laien:

Die Kommunikation im Internet findet über IP-Adressen statt.

Eine IP-Adresse besteht nur aus, durch Punkte getrennte, Zahlen.

Beispiel: 192.168.1.12 (das ist btw ein Address-Raum, der für private Netze reserviert ist)

Diese Zahlen, geben den Ort an, wo sich ein Internet-Auftritt befindet – im Prinzip wie eine Telefonnummer oder Anschrift.

Weil man sich sowas schlecht merken kann, gibt es Domains (URLs).

D.h., die URL www.example.com, zeigt auf die IP-Adresse 192.0.32.10.

Diese Verknüpfung wird auf sogenannten DNS-Servern gespeichert.

Wenn sie also eine URL in ihrem Browser eingeben, frägt dieser bei einem DNS-Server nach, auf welche IP-Adresse diese URL zeigt.

Die Webseite selbst wird als Dateien auf einem Server gespeichert, der weiß, dass er diese anzeigen soll, wenn eine Anfrage über diese Adresse gestellt wird.

 

Wird nun eine Internetseite gelöscht,

  • werden die Dateien auf der Server gelöscht
  • oder die Verknüpfung von Domain und IP-Adresse aufgelöst (was nicht unbedingt hilft, da die Seite dann weiterhin über die IP-Adresse erreichbar wäre)
  • bzw. wird dem Server gesagt, dass er nicht mehr auf diese Adresse hören soll

 

Die IP-Adresse selbst gibt es weiterhin. Diese kann auch, von jemand anderem, durchaus wieder verwendet werden. Muss sie im Prinzip sogar, weil uns die IP-Adressen mittlerweile ausgehen – es gibt einfach nicht genügend Zahlen-Kombinationen…

Kategorien: Politik
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Hybrid-TVs versauen den Privaten die Einnahmen

29. Januar 2010 14:39 von Twiddle

Haha, selten sowas tolles gelesen:

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) verteufelt die Widgets neuerer TV-Geräte.

Tobias Schmid, RTL, meint beispielsweise:

"Wenn ich neben einer werbefreien RTL-Nachrichtensendung eine Applikation mit Werbung starten kann, entgeht uns Geld."

 

Haha, wie geil!

 

  1. Lieber Herr Schmid: Werbung in Nachrichtensendungen ist nicht umsonst in Deutschland nicht erlaubt.
  2. Entgeht Ihnen kein Geld, weil Sie sowieso nicht werben dürften. (Gleiche Argumentation wie bei den Raubmordkopierterroristen)
  3. Trifft der Zuschauer in diesem Fall immernoch selbst die Entscheidung, ob er sein Widget einblendet oder nicht. Und wird nicht, wie auf den Privaten üblich, völlig wehrlos mit Werbung geradezu terrorisiert.

 

Bemängelt wird vom VPRT auch, dass “andere Medienunternehmen die Zuschauerreichweite der Sender "abgreifen" und damit ohne jede Investition eigene Werbeerlöse generieren [könnten]”.

Hier wird nichts abgegriffen. Das Widget funktioniert auch ohne einen speziellen Sender zu schauen. Und völlig unabhängig vom gewählten Sender.

 

Und dann jammern die armen Sender auch noch:

“So dürften die Sender nur 12 Minuten Werbung pro Stunde zeigen und in diverse Formate gar keine Spots einblenden.”

Das ist schon hart, dass man gerade mal lächerliche 20% der Sendezeit auf Werbung verwenden darf. Und da sind diese ultra-nervigen Überblend-Werbungen und PiP vermutlich noch nicht mal reingerechnet…

 

Was denn noch alles? Reicht HD+ Euch nicht? Oder habt Ihr auch schon erkannt, dass das eine Todgeburt ist.

Ich denke, man muss noch viel weiter gehen.

Es soll tatsächlich Leute geben, die bei Werbung umschalten! Oder sogar während den Fernsehen lesen! Manche bewegen sich hin und wieder sogar vom Fernsehgerät weg und machen was anderes!!!11!1!

DAS sind mal Ausfälle in den Einnahmen!

Fussfessel ans Bein, Elektroschocker um den Hals. Und wehe jemand schaut GZSZ nicht zu Ende!

Kategorien: Kurioses
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Zensur – Es könnte noch schlimmer kommen

26. Januar 2010 22:29 von Twiddle

Da haben wir alle erstmal aufgeatmet, als nach der Bundestagswahl das Zugangserschwerungsgesetz (prinzipiell) gekippt wurde.

 

Nun könnte es uns dafür umso härter treffen.

 

Es gibt einen neuen Entwurf zur Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags, laut dem u.a.:

  • ISPs ausländische Webseiten sperren sollen, wenn diese sich nicht an die deutschen Jugendschutzbestimmungen halten
  • ISPs sowie Webhoster wären dann verantwortlich für die Inhalte ihrer Kunden
  • Betreiber von Plattformen mit Benutzergenerierten Inhalten müssen nachweisen, dass sie sich zeitnah um das Entfernen von nicht für jugendliche geeignete Inhalte kümmern
  • Inhalte müssen, gleich der USK/FSK, mit Alterseinstufungen gekennzeichnet werden (ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahre)
  • Es müssen Systeme zur Verifikation des Alters eingesetzt werden
  • Oder die Inhalte dürfen nur zu bestimmten Uhrzeiten zugänglich sein

 

Klingt im ersten Moment natürlich toll. Endlich denkt mal jemand an die armen Kinder…

 

Dumm nur, dass das im Prinzip das Ende des Internets wie wir es kennen bedeutet.

Selbst als Blogger hat man keine Sicherheit mehr, ob man sich juristisch im Grünen bewegt.

Soll man bei jedem Blog-Eintrag oder Kommentar überlegen, ab welcher Altersklasse die Inhalte angeboten werden können?

Nachdem sich selbst Juristen darüber oft nicht einig sind?

Das bedeutet wohl: Alles ab 18. Dann ist man auf der sicheren Seite.

 

ISPs sind für die Inhalte der Kunden verantwortlich? Und wer soll das kontrollieren?

Im Zweifel wird ein ISP dann halt einfach den Inhalt löschen oder den Zustand sperren, um kein Risiko einzugehen.

 

Das läuft alles auf Zensur im ganz großen Stil raus. Viel größer, als Zensursula und SSchäuble sich das je hätten träumen lassen.

 

Unser Recht auf freie Meinungsäußerung wäre damit hinfällig, weil man – wenn man sich noch traut – immer damit rechnen müsste, dass unsere Meinung gegen das Jugendschutzgesetz(!) verstößt.

 

Und was ist mit den Jugendlichen an sich? Ein 14-jähriger würde der Möglichkeit beraubt, sich über Themen zu informieren oder zu äußern, die von irgendjemanden als ab 16 eingestuft wurde.

 

Einfach unglaublich. Da kann einem richtig schlecht werden.

 

Der AK Zensur hat eine Stellungnahme zu dem Entwurf veröffentlicht, die das ganze nicht passender beschreiben kann.

 

 

Achja, zur “Sendezeitbegrenzung” fällt mir noch ein German Bash Zitat ein: “Irgendwo im Internet ist immer nach 21 Uhr” ;)

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Kategorien: Politik
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WHO muss sich für Pandemie-Warnung verantworten

26. Januar 2010 22:02 von Twiddle

Es wurde ja schon seit Längerem gemunkelt, dass die Schweinegrippe-Panik eher wirtschaftliche Hintergründe, denn echte Sorge um die Gesundheit der Menschen hatte.

 

Der Europarat ist nun auch auf den Trichter gekommen, und hat Luc Hessel, seines Zeichens Vorsitzender der europäischen Pharmaindustrie, und Keiji Fukuda (WHO) “vorgeladen” und eine wichtige Frage gestellt:

“Wieso war es möglich, wegen eines offenkundig harmlosen Grippevirus die Weltbevölkerung in die größte Impfkampagne aller Zeiten zu schicken?”

 

Gut, die Antwort ist selbstredend ernüchternd:

“Wir machten nur, was man von uns verlangte.”

 

Aber zumindest wird nachgehakt. Ob es Konsequenzen geben wird?

Vermutlich nicht. Aber hoffentlich, wird in Zukunft etwas vorausschauender entschieden.

Kategorien: Zeitgeschehen
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E-Pass mit 3D-Bild

9. Januar 2010 23:48 von Twiddle

Schöne neue Welt.

 

netbooknews.de hat auf der CES in Las Vegas ein ganz besonders schönes Stück Technik entdeckt.

Die Bundesdruckerei hat bei einer Tochterfirma von Samsung einen neuen elektronischen Personalausweis inkl. RFID-Reader beauftragt.

Das beste daran: Mit 3D-Bild des Ausweisinhabers…

Schaut Euch das Video auf netbooknews.de an.

Kategorien: Zeitgeschehen
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Heavy Rain: Release Datum steht

8. Januar 2010 18:28 von Twiddle

Der lang erwartete “Nachfolger” von “Fahrenheit – The Indigo Prophecy”, “Heavy Rain”, hat endlich einen Release Termin:

In Deutschland kommt es am 24.02.2010 auf den Markt.

 

Jetzt muss ich langsam nach Angeboten für die PS3 Ausschau halten ;)

Kategorien: PS3
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Windows 7 God Mode

5. Januar 2010 19:58 von Twiddle

Windows 7 bittet ein nettes Feature, mit dessen Hilfe man alle Systemeinstellungen schön übersichtlich an einem Ort vereinen kann.

 

Es gibt tatsächlich eine Art “God Mode” – eine Hommage an die PC-Spiele.

 

Um den “God Mode” zu aktivieren, genügt es einen Ordner namens GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C} anzulegen.

Windows ändert dann das Symbol des Ordners entsprechend und zeigt alle vorhandenen System-Einstellungen an:

 

windows_7_god_mode

 

Gefunden bei Spiegel.de

Kategorien: Windows 7
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Gefahren der Energiesparlampen

3. Januar 2010 20:16 von Twiddle

Nach langer Zeit endlich mal wieder einen Blog-Artikel.

 

Zuerst mal: Frohes Neues ;)

 

In der EU sind ja seit diesem Jahr einige konventionelle Glühbirnen verboten.

Stattdessen sollen sich die Verbraucher Energiesparlampen kaufen.

 

Vor einer Weile war es schonmal kurz in der Presse, dass in den Energiesparlampen Quecksilber zum Einsatz kommt, welches beim Freisetzen zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

 

Gerade bin ich über Fefe auf einen interessanten Artikel bei BR-online gestoßen, wo nochmal genauer nachgefragt wurde.

Besonders gefährlich wird es, wenn eine heiße Birne zu Bruch geht, da das Quecksilber dann gasförmig ist und sich in der Raumluft verteilt – die Belastung liegt dann deutlich über den von der WHO festgelegten Grenzwerten.

 

Andreas Beier, von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt, wie man eine zerbrochene Energiesparbirne korrekt entsorgt (Die Anleitung stammt vom Umweltbundesamt!):

 

“Suchen sie sich ein Glas mit Schraubverschluss und sammeln die großen Stücke ein. Nehmen sie ein Stück Pappe und kehren sie die restlichen Scherben zusammen. Jetzt nehmen sie zu Hilfe ein Blatt Papier, kehren mit der Pappe die Scherben auf dieses Papier und schütten vorsichtig die Scherben ins Glas. Dann könne sie am besten einen feuchten Lappen nehmen und damit versuchen, die kleinen Scherbensplitter zu entfernen. Tun sie auch den feuchten Lappen mit in das Glas. Die Handschuhe müssen sie mit entsorgen. Und zur Sicherheit können sie einen Aufkleber anbringen: Achtung kann Quecksilberreste enthalten.”

 

Das ist doch schön.

BR-online ergänzt noch:

 

“Den kontaminierten Teppich dann am besten ausschneiden und entsorgen - auf keinen Fall aber saugen.”

 

Hammer.

 

Und Prof. Gustav Drasch warnt: Auf keinen Fall die Scherben und das Quecksilber aufsaugen, da es im Staubsauger zerstäubt wird und durch den Beutel hindurch in die Atemluft gelangt.

 

Als wenn die sonstigen Nachteile der Energiesparlampen nicht ausreichen würden:

  • So ist das Licht wesentlich unnatürlicher, was auf die Psyche schlagen kann, da wichtige Bereiche im Lichtspektrum fehlen.
  • Ausserdem geben Energiesparlampen bei einer äquivalenten Watt-Leistung weniger Licht ab wie normale Glühbirnen (was das Sparprinzip ad absurdum führt)
  • Sie halten für gewöhnlich nicht länger – sondern tatsächlich kürzer – wie normale Glühbirnen. Insbesondere, wenn sie sie häufig ein- und ausgeschaltet werden.
  • Und sie sind wesentlich teurer. Da die angegebene Lebensdauer aber für gewöhnlich nicht stimmt, amortisieren sich die Kosten auch nicht.
  • Sie verursachen Elektro-Smog (In einem TV-Bericht wurde erwähnt, dass dieser zum Teil sogar die Grenzwerte von Röhren-Monitoren überschreitet. Leider finde ich gerade keinen Link, der das belegen kann)

 

Ein interessanter Artikel, aus dem Jahr 2008 legt diese Nachteile nochmal ausführlich dar:

Öko-Test: Energiesparlampen – Keine Leuchten

 

Bleibt zu hoffen, dass sich die Hersteller noch um Besserung bemühen, oder LED-Lampen schneller Fortschritte machen und bezahlbar werden.

Kategorien: Zeitgeschehen
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