Gestern war es also soweit.
AC/DC waren in Stuttgart und haben ein Open Air auf dem Cannstatter Wasen gespielt.
Ich hatte mein Ticket gleich am ersten Verkaufstag im Dezember gekauft und konnte es natürlich kaum erwarten, die lebenden Legenden endlich (wieder) live zu sehen.
Das Wetter war perfekt. Ca. 19 Grad, leicht bewölkt, kein Regen.
T-Shirt-tauglich – nicht zu warm, nicht zu kalt.
Auch wenn drei Vorbands, darunter Accept, gespielt haben, sind wir erst gegen 19:30 auf den Wasen. Man muss sich ja nicht unnötig die Beine in den Bauch stehen, wenn man im Endeffekt eh nur wegen AC/DC da ist ;)
Die Zeiten, in denen ich unbedingt in der ersten Reihe stehen musste sind auch vorbei. Von daher war das auch kein Problem. Zumal es genug Platz gab und man auch noch gut nach vorne kam.
Das Ende von Accept haben wir noch mitbekommen. Klang gut.
Um ca. 19:45 räumten die Herren die Bühne.
Im Programm-Plan stand, dass AC/DC gegen 21:00 anfangen werden. Ohje… Über 1 Stunde warten?
Naja, was soll’s…
Um 20:30 schalten sich auf einmal die Leinwände an und das Intro-Video der Black Ice Tour läuft an.
Geht’s schon los?
YES! AC/DC springen auf die Bühne und rocken den Wasen mit Rock ‘N Roll Train warm. Das Publikum geht ab. Geil!
AC/DC gehen gut ab und spielen im Prinzip ihr Best Of ab. Hell Ain’t A Bad Place To Be, Back In Black, Dirty Deeds, Shot Down In Flames, Thunderstruck, Hells Bells, The Jack, usw. Auch mit die besten vom aktuellen Album wie War Machine oder Black Ice. Nur Powerage kommt mal wieder zu kurz – schade.
Richtig eingeheizt wird bei TNT. Das Publikum übertönt alles! Eine geniale Stimmung auf dem Gelände! Gänsehaut…
Besonders klasse ist, dass man den Jungs ansieht, dass ihnen ihr “Job” immernoch Spaß macht und dass sie für die Musik und die Bühne leben.
Brian Johnson überzeugt an dem Abend besonders. Ganz ungewohnt variiert er die Song-Texte und bietet eine gesangliche Leistung, die ich nicht mehr erwartet hätte. Er wirkt jünger und fitter, wie auf den letzten Konzerten.
Ebenso Angus Young. Der “alte” Herr fegt über die Bühne als, wenn noch keine 5 vorne im Alter stehen würde und sprüht vor Energie. Man sieht ihm bei jeder Großaufnahme an, wie er die Show und das Rocken vor einem großen Publikum liebt.
Thema Publikum: Wie oben schon erwähnt, sind extrem viele Textsicher ;)
Und wie immer war es ein generationenübergreifendes Konzerterlebnis. Von 10 bis 60 war wohl alles vertreten. Und von den hübschen, jungen Damen lebt schließlich “The Jack” ;)
Das sind AC/DC. Ein Klassiker, der alle Altersgruppen anspricht und immernoch erfolgreich neue Fans hinzugewinnt.
Den Abschluss an dem Abend machen Highway To Hell und, selbstverständlich, For Those About To Rock.
Danach gibt es noch ein kleines Feuerwerk.
Ein genialer Abend!
Im Nachhinein bereue ich es ein wenig, dass ich meine Chance nicht genutzt habe und doch keine Karten für den VIP-Bereich vor der Bühne geholt habe. Man hätte halt doch etwas mehr gesehen und wäre direkt im Geschehen gewesen. Aber auch so hat es sich auf alle Fälle gelohnt.
Und es ärgert mich sicherlich nicht so sehr wie manche, die erst garnicht da waren. Und das obwohl es sogar noch an der Abendkasse Tickets gab.
Im Abschluss kann ich sagen: Das war das beste AC/DC-Konzert auf dem ich jemals war.
AC/DC, Danke für das geile Erlebnis! I salute you!